Gebrannte Mandeln aus der Pfanne
Man leihe sich:
- 200 g geschälte Mandeln
- Alternativen: Erdnüsse, Cashew Nüsse, Walnüsse, Haselnüsse
- 125 ml Wasser
- Alternative: Rosenwasser
- 200 g Zucker
- 1 Pck.Vanillezucker
- 1/2 TL Zimt (wer es möchte)
- 1 Rührlöffel aus Holz
- Pfanne mit breitem Rand
- Herd
- Backblech
Tipps:
- Noch besser schmecken die gebrannten Mandeln mir, wenn man den Zimt wegläßt und stattdessen 2 Päckchen Vanillinzucker benutzt.
- Wer ein Leckermäulchen hat oder Weihnachtsmäuse in der Wohnung, sollte sich gleich etwas mehr leihen.
Kochen im Lager:
- Wer keinen Herd oder Pfanne hat, braucht eine Feuerstelle
- einen Mann, der Holz beischafft und hackt
- eventuell etwas Holzkohle oder Briketts
- einen Kochtopf bzw. eine “Wikingerpfanne” mit Rand
- Wasser, Zucker, Vanillezucker und Zimt in der Pfanne aufkochen lassen.
- Dann die Mandeln dazugeben und stetig rühren / Mandeln immer gut wenden.
- Die Mandeln sofort vom Feuer nehmen, wenn der Zucker daran festklebt.
- Anschliessend auf ein Holzbrett zum Trocknen bzw. Abkühlen legen.
So geht's zuhause:
- Herd auf höchste Stufe stellen
- Wasser, Zucker, Vanillezucker und Zimt in der Pfanne aufkochen lassen.
- Dann die Mandeln dazugeben und stetig rühren / Mandeln immer gut wenden.
- Die Mandeln sofort vom Herd nehmen, wenn der Zucker daran festklebt.
- Anschliessend auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech zum Trocknen bzw. Abkühlen legen.
Ohrmassageöl
Was sagt man der Ohrmassage nach ?
- Für die traditionelle Medizin Chinas gilt das Ohr als Widerspiegelung der Niere und der äußere Gehörgang als die Öffnung der Nieren. Bestimmte Partien des Ohres werden zusätzlich bestimmten Organsystemen zugeordnet.
- Eine Ohrenmassage im Uhrzeigersinn erhöht die Aktivität des Organismus, erhöht die Konzentrationsfähigkeit, ermuntert und aktiviert das Gehirn.
- Bei einer Ohrenmassage gegen Uhrzeigersinn gerät der Körper in einen Entspannungszustand und das Gehirn kommt zur Ruhe.
Ein schönes Massageöl hierzu ist:
- 100 ml Johanniskrautöl
- je 5 Tropfen
- äth. Cajeputöl
- äth. Lavendeöl
- Eukalyptusöl citr.
- Manukaöl
Schaut einmal, so könnte man die Ohren massieren und reinigen:
Zämata mit Dickmilch (Kartoffelgericht aus Franken)
Zutaten für 2 Personen mit gutem Appetit
- 1 kg Kartoffeln½ klein gehackte Zwiebel
- 60g Schweineschmalz
- 30g Butter
- 1 Prise Muskatnuss
- etwas Salz, Pfeffer
- optional etwas klein geschnittene Petersilie
- Dickmilch
Zubereitung:
- Ganze Kartoffeln in der Schale kochen und heiß pellen. Kurz abkühlen lassen.
- In der Zwischenzeit die Zwiebel im Schweineschmalz und der Butter langsam goldgelb braten lassen.
- Kartoffeln zu den angebratenen Zwiebeln in den Topf geben und mit einem Stampfer zerstampfen. Mit Muskatnuss, Salz und Pfeffer abschmecken.
- ca 5 Minuten anbraten lassen, damit sich eine Kruste bildet. Achtung, es soll nicht anbrennen. Die Kruste soll nur leicht braun sein !
- Die Dickmilch ist die "Soße", die über die Zämata kalt gegeben wird.
Als Beilage passt hervorragend Dickmilch
xxx
Rhöner Kartoffelsuppe
Zutaten:
- ca. 1,5 l Wasser (schmeckt natürlich besser mit Fleischbrühe!)
- 500 g Kartoffeln
- 100 g geräucherter Bauchspeck
- 1 Stange Lauch (Porree)
- 1 Bund Petersilie
- ½ Knolle Sellerie
- Salz, Pfeffer, Majoran
Zubereitung:
Die Kartoffeln schälen und in kleine Stücke schneiden, ebenso den Sellerie und das Lauch putzen und klein schneiden. Die Kartoffeln und das Gemüse mit etwas Salz, Pfeffer und Majoran ab-schmecken und ca. 30 Minuten kochen lassen. Die gare Kartoffelsuppe wird gestampft, damit sie dickflüssiger wird. Je mehr man stampft, desto breiiger wird sie werden!
Den Bauchspeck in kleine Stücke schneiden und in einer Pfanne anbraten, evtl. etwas Mehl darin anschwitzen und mit Brühe ablöschen und dann in die Suppe gießen und verrühren.
Vor dem Servieren gibt man die klein gehackte frische Petersilie in die Suppe.
Rhöner Zammete (Kartoffelröllchen)
- Eine der Esserzahl entsprechende Menge Salzkartoffeln kochen und abgießen.
- Mit einem Stampfer zu Brei zerstampfen.
- Kartoffelmehl dazugeben und solange stampfen, bis sich die Kartoffelmasse zu 2 cm großen Kugeln (Zammete) rollen lässt. In der Zwischenzeit Schinkenspeck ausgehen lassen.
- Die Zammete darin schwenken - fertig.
Dazu kam früher rohes Sauerkraut auf den Tisch.
Das Rezept soll aus der thüringischen Rhön stammen.
Was ist Phytotherapie ?
Definition
Unter der Phytotherapie versteht man die Behandlung mit Pflanzen, Pflanzenteilen (Blüten,
Blätter, Wurzeln) und verschiedenen Aufbereitungen von Pflanzen (Frischkraut, Aufguss,
Dekokt [Abkochung, Absud], Mazerat [Kaltwasseransatz], Pulverisierung). Es werden
heilende Pflanzenstoffe oder auch extrem starke, verdünnte Pflanzengifte angewendet.
Um Pflanzen anwenden zu können, muß man sich durch Fachliteratur bilden und dabei gut aufpassen und Dinge hinterfragen. Nicht alles "passt". Viele Bücher, die ein "Bestseller" sind oder es waren, sind teilweise brandgefährlich. Es ist ungeheuer wichtig, mit seinem Hausarzt oder einem Apotheker zu sprechen. Man weiß nie im Vorfeld, ob sich nicht doch etwas mit den Medikamenten, die man nimmt, im Einklang steht.
Charmtasche für den Schutz zu Hause
Dieses Rezept möchte ich etwas näher beleuchten bzw. die englische Variante ins Deutsche übersetzen:
Einfachheit ist in meinen Augen Perfektion, deshalb sind die meisten Zauberbeutel, Zaubersprüche usw., die ich benutze, außergewöhnlich einfach und verwenden, wenn möglich, Moor-Standard-Haushaltsgegenstände, recycelte (oder "upcycled") Gegenstände.
Dieser kleine Schutzbeutel verwendet Kräuter, die die meisten in ihrer Küche oder in ihrem Garten haben werden. Die Tasche, die ich gemacht habe, wurde aus Stoffresten eines Kissenbezugs hergestellt, den ich nicht mehr benutze, und das Band, das ich zum Binden benutzte, wurde aus PJ-Bodenteilen geschnitten (diese kleinen Bändchen, an denen sie aufgehängt wurden), und alle Kräuter sind solche, die ich regelmäßig zum Kochen benutze, abzüglich des Lavendels, von dem ich ein Glas voll habe, das aus dem Garten meiner Mutter stammt.
QuelleCharme-Tasche ("Kräutersäckchen") für den Schutz zu Hause
- 2 Teile Basilikum
- 1 Teil Bucht
- 1 Teil Gewürznelke
- 1 Teil Lavendel
- Prise Salz
Binden Sie ein schwarzes Band in violettes Tuch, während Sie die Tasche zusammenstellen, stellen Sie sich eine violette Blase vor, die Ihr Haus umgibt. Platzieren Sie die Amuletttasche in der Mitte (oder in der Nähe) Ihres Zuhauses.
Der Lavendel gibt einen zusätzlichen Hauch von Schutz für alle Kinder in Ihrem Zuhause, er kann weggelassen oder durch ein geeigneteres Schutzkraut ersetzt werden, wenn Sie es vorziehen.
http://lifeofadomesticwitch.blogspot.com/2011/06/herbal-magic-home-protection-charm-bag.html
Forum Hexenküche bei xobor
Das Forum Hexenküche, welches Ihr unter der Adresse
http://hexenkueche.xobor.de
findet, wird derzeit von Spamusern und extrem vielen Spambeiträgen "gereinigt". Diese Massnahme wird einige Zeit in Anspruch nehmen. Sollte es nicht besser werden, wird dieses Forum definitiv gelöscht !
Massageöl bei Verspannungen im unteren Rückenbereich (1)
Tut gut, riecht gut ...
- 50 ml Nachtkerzenöl
- 50 mlMandelöl
- 5 bis 10 Tropfen je äth. Öle:
- Mandarinenöl,
- Jasminöl
- Rosmarinöl
- Wacholderöl
Bitte Wirkungen der Öle ansehen und entsprechend dosieren. Aber nicht mehr als 10 Tropfen pro äth. Öles. Grundsätzlich gilt: Weniger ist mehr.
Markklößchen für Suppe (1)
2 EL Mark aus einem Markknochen auslassen
und mit
- 1 Ei
- 3 EL Weckmehl
- Salz, Muskat
- klein gehackte frische Petersilie
vermengen und zu kleinen Klößchen formen. Diese Klößchen in der Suppe ca. 10 Minuten köcheln lassen.
Vaginalzäpfchen mit Lavendel- und Rosenöl
Vaginalzäpfchen mit Teebaum- und Lavendelöl
Grundrezept:
- 50 g Kakaubutter
Wirkstoffphase
- 10 Tr. äth.Rosenölöl
- 5 Tr. Äth Lavendelöl
- 10 Tr. Äth. D-Panthenol
So geht es:
- Kakaubutter sanft schmelzen, aber nicht kochen !.
- Ätherischen Öle untermischen und füllen und in Zäpfchenformen füllen.
- Zum Durchhärten in den Kühlschrank stellem dort bis zum Gebrauch dort belassen.
- Tipp: Slipeinlage oder Tampon tragen.
Traditionelle Waffeln
300 g Mehl
• 10 g Backpulver
• Salz
• 75 g Zucker
• 100 g Butter
• 2 Eier
•1/2 l Milch
Mischen Sie das Mehl und das Backpulver in einer Schüssel. Ineine Vertiefung geben Sie eine Prise Salz, Zucker, zerlassen Butterund die Eier. Vermischen Sie dieses allmählich mit der Milch.Lassen Sie den Teig 1 Stunde stehen.
Quelle: Tefal Bedienungsanleitung
Vaginalzäpfchen mit Teebaum- und Lavendelöl
Grundrezept:
- 50 g Kakaubutter
Wirkstoffphase
- 10 Tr. äth. Teebaumöl
- 5 Tr. Äth Lavendelöl
- 10 Tr. Äth. D-Panthenol
So geht es:
- Kakaubutter sanft schmelzen, aber nicht kochen !.
- Ätherischen Öle untermischen und füllen und in Zäpfchenformen füllen.
- Zum Durchhärten in den Kühlschrank stellem dort bis zum Gebrauch dort belassen.
- Tipp: Slipeinlage oder Tampon tragen.
Quellen:
- Grundrezept aus "Heilende Salben und Tinkturen" von Dolzer und Doleschalek
Tortelinisalat (1)
Man borge sich aus:
- 1 oder mehrere Päckchen ungekochte Tortellini (Füllung Fleisch)
- 1 Becher Saure Sahne
- 1 Becher Joghurt (1,5% reicht)
- Gewürze (Salz, weißer Pfeffer)
- frische Salatkräuter, z. B. Schnittlauch, Petersillie, Dill
- etwas Rinderbrühe - Instant (alternativ Gemüsebrühe Instant)
- event. 1 Knorr Salatgedöns "Gartenkräuter", alternativ "Küchenkräuter"
- Küchengeschirr
- Herd
So macht man das:
1. Schritt - Tortellini kochen
Genügend Wasser in Kochtopf geben, etwas Suppen-Instand dazu, kochen lassen. In das kochende Wasser Tortellini hinzu geben und nach Anleitung weich kochen. Danach Tortellini in Sieb abschütten und kalt werden lassen.
2. Schritt - Dressing zubereiten:
Saure Sahne und Joghurt in Schüssel geben, verrühren. Würzen mit Salz und Pfeffer, eventuell 1 Knorr Salatgedönse mit untermischen.
Frische Kräuter waschen, klein schneiden, unter rühren.
Schuß Ketchup in das Dressing rühren.
3. Schritt - Restarbeit
Dressing über Tortellini geben. Achtung: Beides soll Zimmertemperatur dann haben !
Im Kühlschrank 2 Stunden ziehen lassen.
Probieren.
Wenn nicht schmeckt, nachwürzen.
Fertig !
Kochkäse aus dem Odenwald
Zutaten:
3 kg Quark (Magerstufe)
2 Eigelb
1 Becher süße Sahne
½ Sahnebecher Milch (1,5)
4 TL Natron
½ Stück Butter (125g Butter)
So wird’s gemacht:
Am Vortag:
Den
Quark in ein sauberes Geschirrhandtuch geben, bedecken und das „Paket“
in ein großes Salatsieb geben und beschweren. Über Nacht kann die
Feuchtigkeit so abtropfen.
Am Tag selbst:
Nochmals beim Quark die Feuchtigkeit abtropfen lassen bzw. ausdrücken. Quark mit Natron verkneten und 2 Stunden ruhen lassen.
In
einen Topf Wasser füllen, darüber eine Porzellanschale stellen. Unter
ständigem Rühren flüssige Butter, Milch, Eigelb und den ausgedrückten
Käse kochen lassen. Danach Erkalten lassen, danach servieren.
Dazu passt am besten selbstgebackenes, frisches Brot !
Klassische Kartoffelpuffer
Man leihe sich:
- 1 kg mehlig kochende Kartoffeln
- 1 kleine Möhre
- 40 g Kartoffelstärke
- etwas Salz, Pfeffer, Muskat
- gehackte, frische Kräuter (Petersilie, Schnittlauch, Thymian)
- Sonnenblumenöl zum Ausbacken
So geht es:
Kartoffeln und Möhre schälen, abwaschen und abtrocknen. Beides raspeln und danach etwa 15 Minuten ruhen lassen. Dann Kartoffelmasse mit Stärke, Salz, Pfeffer, Muskat und Kräuter vermengen.
Etwas Öl in der Pfanne heiß werden lassen. Pro Kartoffelpuffer 1-2 Esslöffel Teig in die Pfanne geben und mit dem Löffel zu einem Fladen drücken. Von beiden Seiten goldbraun braten. Öfter wenden, damit nichts schwarz wird.
Wenn die Puffer fertig sind, einfach in den warmen Backofen auf den Rost legen und warm halten.
Wem die Puffer zu fettig sind, kurz von beiden Seiten auf ein Stück Küchenrolle legen, damit das Fett aufgesaugt wird.
Dazu passt Apfelmus übrigens.
Waldbeerenkuchen
Gerätschaften
- Topf mit Deckel
- Dreibein
- ausreichend Holz und Grillkohle für das Feuer
Zutaten
- 300g Mehl
- 200g Butter
- 60ml Wasser
- 750g Beeren
- 150g Zucker
- 100g Joghurt/Kokosmilch
- 50g Haferflocken
Zubereitung
- Mehl, Zucker, Butter (ein wenig zum Einfetten des Topfes übriglassen) und Wasser in den Hordentopf geben.
- Die Zutaten gut verkneten.
- Den Topf mit der verbleibenden Butter einfetten. Den Teig dann auf dem Topfboden ausbreiten.
- Joghurt/Kokosmilch und Haferflocken mischen und auf dem Teig verteilen. Beeren darübergeben
- Ca. 20 min mit Abstand und Topfdeckel über die Glut stellen. Von Zeit zu Zeit drehen.
Kochkäse ohne Ei
Zutaten:
500 g Trockener Quark
50 g weiche Butter (“Gute Butter”)
2 Tassen Buttermilch oder Milch
1 TL Natron
1 TL Salz
2 TL Kümmel
frisch gemahlener Pfeffer
Zubereitung:
Den 3 Tage abgetropften Quark mit Salz und Natron vermengen (Quark muss voellig trocken und broeselig sein!). Flach in einer Schuessel ausbreiten und 3 Tage in einen warmen Raum (Kueche) zum Reifen stellen. Quark taeglich wenden, immer zudecken. Wenn der Quark gelblich und glasig geworden ist, Kaesegeruch und einen faden (nicht mehr sauren) Geschmack aufweist, ist er reif zur Weiterverarbeitung.
Butter in einem Topf zergehen lassen, gereiften Quark zerschneiden, zugeben und bei schwacher Hitze unter Ruehren bis kurz vor dem Kochen erhitzen, ca. 10 Minuten bei dieser Temperatur halten und immer tuechtig ruehren, da die Masse leicht anbrennt (evtl. Topf in ein Wasserbad stellen). Zwischendurch immer etwas Milch zuruehren.
Wenn die Masse glattgeruehrt ist, mit Pfeffer und Kuemmel wuerzen. Kaese unter Ruehren langsam erkatten lassen und in kleine Steinguttoepfchen fuellen, solange er noch dickflussig ist. Im Kuehlschrank haelt sich der Kaese gut 2 Wochen.
Wichtig! Dieser Kaese gelingt nur, wenn der Quark vollkommen trocken und kruemelig ist. Es ist darauf zu achten, dass Salz und Natron mit dem trockenen Quark sehr gut vermengt werden (evtl. elektrisches Ruehrgeraet verwenden), so dass jeder Quarkkruemel mit Salz und Natron in Beruehrung kommt.
Tipp:
Die Konsistenz des Kochkaeses ist abhaengig von der Menge der zugegebenen Milch. Moechte man den Kochkaese streichfaehig, ist einfach die Milchmenge zu erhoehen. Es ist auch moeglich, zusaetzlich suesse Sahne unterzuruehren.
Kochbücher aus der Wikingerzeit gab es nicht ! (2/2)
Wesentlich interessanter finde ich den Aufsatz aus dem Jahr 2003 von Martin Marheinecke in Zusammenarbeit mit Lif Vikingdotter (Inger Sveinsson) “Haferbrei für harte Helden”, den ich nachfolgend zitieren möchte:
Die Nordgermanen des frühen Mittelalters - egal, ob man sie nun Wikinger, Normannen oder Waräger nennt - genießen im christlich-abendländischen Geschichtsbild nicht unbedingt den besten Ruf.
Durchaus zu Unrecht: sie waren Bauern, Kaufleute und Krieger - in dieser Reihenfolge! Ihre Handwerker und Künstler leisteten Außergewöhnliches und ihre Gemeinwesen waren im Vergleich zum mitteleuropäischen Feudalismus geradezu demokratisch. Selbst in konservativen Geschichtswerken treten sie eher als Staatengründer und brillante Strategen denn als primitive Schlagetods hervor. Wie viele Runeninschriften auch in bäuerlichen Anwesen bezeugen, gab es unter ihnen weniger Analphabeten als weiter im Süden, wo selbst Könige nicht einmal ihren Namen schreiben konnten.
Sie waren eben nicht die „kulturfernen Barbaren" oder die „blonden Bestien mit Hörnerhelmen" der Germanenhasser.
Nebenbei: Die Wikinger trugen übrigens keine Hörnerhelme. Mit so einer Helmzier kann man nicht kämpfen, und wenn, dann nur einmal! Ein Helm soll Hiebe anlenken, Hörner am Helm hätten einen Schwerthieb zum Kopf hingelenkt. Außerdem hätte ein Schlag auf ein gut befestigtes Helmhorn entweder den Helm vom Kopf gerissen oder das Genick des Trägers gebrochen. Alle gefundenen Hörnerhelme dienten zeremoniellen Zwecken, keiner von ihnen stammte aus der Wikingerzeit.
Steven des Osebergschiffes Noch etwas zum Begriff „Wikinger“: Auf „Wiking gehen“ hieß soviel wie sich auf Handelsreise / Raubzug / Kriegsfahrt / Forschungsexpedition begeben. (Die Übergänge waren fließend.) Ein „Wikinger“ war also ein „Geschäftsreisender“. Aus sprachlicher Bequemlichkeit behalten wir diesen Begriff für die Gesamtbevölkerung bei.
Mit Sicherheit waren die Wikinger aber auch nicht die „nordischen Übermenschen", als die sie ultrarechte Spinner auch heute noch gerne verkaufen. (Für ein „anständiges" Führerprinzip wären sie wohl auch viel zu individualistisch gewesen.)
In einer Hinsicht war das Vorurteil des „barbarischen Nordens" allerdings wohl gerechtfertigt: Am Küchenherd vollbrachten die Wikinger nur selten Heldentaten ...
Dank der Schilderungen aus Sagatexten, die gerne und ausführlich von den Freuden des Lebens berichten, aber auch durch archäologische Funde von ausgegrabenen Nahrungsresten bis hin zu den Mageninhalten von Moorleichen wissen wir recht gut über die Ernährung der frühmittelalterlichen Nordeuropäer Bescheid.
Getreidebrei
Breie und Muse bildeten einen wesentlichen Bestandteil des mittelalterlichen Speisezettels - und die Normannen bildeten da keine Ausnahme.
Im Nordeuropa des frühen Mittelalters baute man vor allem Gerste, Hafer und Roggen, aber nur selten Weizen bzw. Dinkel an, der ein milderes Klima benötigt. Alle diese Getreide - vor allem aber der Hafer - wurden geschrotet und mit Salzwasser zu einer Art Porrige verkocht. Daneben fand Buchweizen (kein Getreide, sondern ein Knöterichgewächs) als „Grützengrundstoff" seinen Eingang in die nordgermanische Küche. In einigen Gegenden Norwegens und Schwedens ist die berüchtigte „Havregröt" noch bis in die Gegenwart hinein Volksnahrungsmittel - der „tägliche Brei" der Wikinger wird kaum schmackhafter gewesen sein.
Der reizlose Brei wurde gelegentlich dadurch verbessert, dass das Getreide vor dem Mahlen geröstet und zuweilen mit Raps- und Leindotter gemischt wurde. Bei festlichen Gelegenheiten und in wohlhabenden Haushalten verbesserten Butter, Sahne oder Dickmilch den Brei, und zuweilen gab es sogar Ansätze, den Getreidebrei mit Nüssen, Kräutern und Trockenfrüchten zu einer Art Müsli aufzuwerten. In schlechten Zeiten griff man aber auch auf wenig schmackhafte „Streckmittel" wie Knöterich, Spörgel, Gänsefuß, Ackerveilchen und ähnlichen, heutigen Landwirten nur noch als Unkräuter bekannte Wildpflanzen zurück.
Brot
Brot wurde aus Roggen- oder Gerstenmehl gebacken, denn Weizenmehl war derart kostbar, dass es nur den „Hochedlen", den Jarls und Königen, vorbehalten blieb. Aus dem Mehl knetete man flache Fladen, die in langstieligen Pfannen gebacken wurden.
Es gibt Autoren, die behaupten, die Nordgermanen hätten weder Hefe noch Sauerteig gekannt. Das ist nicht ganz richtig, es stimmt aber schon, dass Brotfladen im Norden meistens ohne Treibmittel gebacken wurden.
Sauerteig und Hefe wurden im Altertum und im Mittelalter ausschließlich nach dem noch heute bekannten Prinzip des „Ansatzes“ verwendet. Angeflogene Wildhefen und Milchsäurebakterien führen in mindestens 9 von 10 Fällen nicht zu einem aufgegangenem Teig oder gut gegorener Maische, sondern zum Verderb. Geglückte Ansätze wurden weitergegeben, d. h. bei jedem Backen oder Brauen bewahrte man einen Teil des Teiges oder der Maische auf, um sie das nächste Mal zu verwenden. Oft wurden einfach Bier oder Met, in dem noch Hefeflocken schwammen, als Backansatz verwendet.
Wenn der Stammteig oder die Stammmaische abstarb, was bei Kälte leicht passieren konnte, musste man warten, bis einem mit viel Glück ein neuer Ansatz gelang oder man von einem glücklicheren Nachbarn etwas Stammteig abbekommen konnte. In abgelegenen Gegenden mit rauem Klima musste man deshalb oft ohne Hefe und Sauerteig auskommen.
Die Hefe- und Sauerteig-Ansätze waren Wildsorten und entsprechend unberechenbar. Nur selten entwickelten sie genügend Triebkraft, um die schweren Roggen- und Gerstenmehle zu halbwegs lockeren Teigen verarbeiten zu können.
Das Brot, das in etwa dem in Nordwegen und Island noch heute bekanntem „Fladbröd" entspricht, aß man am besten noch ofenwarm, denn später wurde der Brotfladen steinhart.
In mancher Hinsicht war dieses Fladbröd ein Vorläufer des Knäckebrots - das Hartbrot war gut haltbar und eignete sich somit hervorragend als Vorrat für den Winter oder als Schiffsproviant. Relativ oft wurde diesem Brot gemahlene Kiefernborke beigemischt, die jedoch nicht nur ein Streckmittel war, sondern dem Körper auch lebensnotwendige Vitamine zuführte. Der gefürchtete Skorbut, die Geisel der „christlichen Seefahrt", war auch dank dieses Zusatzes im „alten Norden" unbekannt. Gebissschäden waren dafür um so häufiger - die Zähne vieler Wikingerschädel waren auch bei relativ jungen Menschen in ruinösem Zustand, und das obwohl der kariesfördernde raffinierte Zucker noch unbekannt war. Der Grund dafür waren die zahlreichen Gesteinspartikel der steinernen Handmühlen, in denen das Mehl gemahlen wurde. Die weichen Breie setzten sich in dem durch die Steinchen beschädigten Zahnschmelz fest und die Karies fand reiche Beute ...
Milchprodukte
Schon römische Autoren wie Cäsar und Tacitus bescheinigen den Germanen eine hochentwickelte Milchwirtschaft. Das gilt erst recht für den rauen Norden Europas: wo harte Fröste oder häufige Überschwemmungen keinen Ackerbau mehr zuließen, konnten immer noch Kühe, Schafe und Ziegen weiden. Das gilt auch für die sich weiter im Süden infolge von Raubbau ausbreitenden Heideflächen.
Aus der Milch ihrer Herdentiere stellten die Wikinger eine Reihe der auch heute noch üblichen Produkte her: verschiedene Sorten Käse, Butter, Buttermilch, Sahne, Sauermilch, Dickmilch und sogar eine Art Joghurt. Skyr, gesalzene Dickmilch, die sich lange hielt, dürfte zur Bordverpflegung der Wikinger gehört haben.
Gemüse, Gewürze, Kräuter
In den Hausgärten der Bauern im südlichen Teil der Urheimat der Wikinger, also im heutigen Dänemark, Schleswig-Holstein und Südschweden, gedieh eine überraschend große Vielfalt an Gemüsesorten. Kohl, Bohnen, Erbsen, Lauch, Rüben, Zwiebeln, Knoblauch, Kümmel, Senf und eine lange Reihe Küchenkräuter, wie Dill, Kresse oder Petersilie waren bekannt.
Ein spöttischer Archäologe meinte sogar, damals sei die Gemüseversorgung besser gewesen als im modernen Schweden.
Die Legende, dass die meisten Würz- und Arzneikräuter erst über die Klostergärten in den Norden kamen, stimmt nicht! Vieler dieser Kräuter gedeihen auch in Nordeuropa wild. Kräuter und Gemüse mediterraner Herkunft gelangten schon spätestens in römischer Zeit, wahrscheinlich schon eher, durch Handel in das nördliche Europa.
Andere Gewürze, vor allem Pfeffer, wurden durch den ausgedehnten Fernhandel beschafft, waren entsprechend teuer, und fanden sich aber wohl nur auf den Tellern der Wohlhabenden.
In Norwegen, den Inseln des Nordatlantik oder in Island und Grönland wuchsen nur noch wenige Gemüsepflanze - man führte hierher getrocknete Hülsenfrüchte aus milderen Gegenden ein. Auch in milderen Gegenden ergänzten Wildpflanzen wie Sauerampfer und Löwenzahn den Speiseplan.
Allerdings wurde diese auch aus heutiger Sicht wertvolle Kost durch die Kochmethoden der Wikinger eher verdorben als zubereitet, denn alles und jedes wurde stundenlang im Kochkessel zerkocht. Später, im hohen Mittelalter, war das Zermusen und Zerkochen von Lebensmitteln geradezu eine Küchenphilosopie - unser heutiges Wort „Gemüse", d. h. das „Gemuste", „Zu-Mus-Gekochte", zeugt noch von dieser Unsitte. Zur Zeit der Wikingern war es noch nicht ganz so schlimm - aber ein heutiger Feinschmecker würde sich von den meisten Wikingereintöpfen mit Grausen abwenden.
Obst, Beeren, Pilze
Äpfel, Birnen und Pflaumen waren bei den Normannen bekannt und geschätzt, und so wurden überall, wo es das Klima zuließ, Obstbäume gepflanzt. Da das Mittelalter nach 900 ein Klimaoptimum erlebte, gediehen selbst relativ weit im Norden Äpfelbäume und Haselnusssträucher.
Gerade auf dem Gebiet der Apfelzucht machten nordländische Obstbauern gute Fortschritte - angeblich wurde der Apfelanbau in der Normandie und im Niederelbegebiet von den Normannen begründet. Das Wappen der aus Edda und Nibelungenlied bekannten Wälsunger zeigte einen Apfel!
In den Gärten der Nordgermanen wuchs außerdem Beerenobst, wie schwarze und rote Johannisbeeren, Himbeeren und Brombeeren. Wildfrüchte und Beeren aus den Wäldern ergänzten im Sommer den Speiseplan.
Pilze wurden gerne gesammelt und zwar nicht nur als Nahrungsmittel: Die Sagatexte weisen auf den Gebrauch halluzinogener Pilze, wie dem Fliegenpilz und verschiedener Arten der Gattung Psilocybe als Rauschmittel hin. Pilze und Beeren wurden, wie das Kulturobst, auch als Winter- und Schiffsproviant gedörrt.
Fisch
Bodenfunde von Fischgräten und von Netzen, Reusen und Angeln weisen darauf hin, dass die fischreichen Gewässer Nordeuropas schon damals intensiv befischt wurden. Allerdings wurde die Fischküche in den Sagas nur wenig gewürdigt. Das lag wohl daran, dass der Fisch zu alltäglich und gewöhnlich war, um in Heldengedichten besungen zu werden.
Fische wurden gekocht, gebraten oder an langen Eisengabeln geröstet und gegrillt. Fund im norwegischen Sogn deuten darauf hin, dass Fisch und Fleisch auch in Lehmpackungen zwischen heißen Steinen gegart wurden. Fische wurde im Gegensatz zum späten Mittelalter nur selten durch Einsalzen konserviert - Salz wurde durch das Verdampfen von Meerwasser gewonnen; ein aufwendiges und wenig ergiebiges Verfahren, weshalb es vergleichsweise teuer war. Die gängigste „Fischkonserve" war der luftgetrocknete Stockfisch, der auch exportiert wurde.
Fleisch
In den Sagatexten werden oft Fleischspeisen erwähnt. Daraus darf man keineswegs schließen, dass die Wikinger große Fleischesser gewesen wären. Im Gegenteil: reichlich gutes Fleisch war etwas Besonderes, das deshalb auch besonders gewürdigt wurde. Da man dem Fleisch kraft- und mutfördernde Eigenschaften zuschrieb, achteten Schiffs- und Truppenführer stets darauf, dass ihre Leute ausreichend Fleisch bekamen, das man sich gegebenenfalls durch Raub beschaffte.
Das Vieh wurde wegen seiner Arbeitskraft, wegen seiner Wolle oder seiner Milch gehalten und nur bei besonderen Anlässen geschlachtet, allenfalls die Schweine waren allein zum Verzehr bestimmt. Geschlachtet wurden die Schweine und das Geflügel wie im späteren Mittelalter vor allem im „Blutmond“, dem November, dann waren die Tiere am bestem im Fleisch und brauchten geräuchert oder getrocknet den Winter über kein Futter.
Die Jagd hatte eine relativ große Bedeutung, sowohl als gesellschaftliches Ereignis wie zur Nahrungsergänzung. In allen Kulturschichten der Wikingerzeit finden sich Knochen von Wildtieren.
Fleisch wurde wie Fisch gegrillt, gekocht oder gebraten. Konserviert wurde das Fleisch durch Einsalzen d. h. Pökeln, durch Trocknen oder durch Räuchern.
GETRÄNKE
Im Alltag tranken die Wikinger vor allem Milch und Wasser. Trotzdem ist das Klischee vom „trinkfreudigen Wikingerkrieger" nicht ganz falsch.
Bier
Die Nordländer brauten ihr Bier aus Gerste, hin und wieder auch aus Hafer. Als Bitterstoff wurde bereits Hopfen verwendet, wie Funde aus Haithabu und Graveney bezeugen. Da der Hopfen zum größten Teil aus milderen Landstrichen eingeführt werden musste, wurden auch Wegewartenwurzel und Schafgabe zum Würzen verwendet. In Mitteleuropa wurde auch Bilsenkraut zu diesem Zweck gebraucht, vielleicht war das auch im Norden der Fall. Bilsen-Bier ist eine starke, halluzinogene und enthemmende Rauschdroge.
Trinkhorn Es waren schon mehrere Biersorten bekannt. Für den täglichen Verzehr wurde Dünnbier gebraut, das, da es sich in Fässern besser hielt als Frischwasser, in großen Mengen als Schiffsproviant diente. Dieses Dünnbier wurde auch gerne zum Kochen verwendet.
Für festliche Gelegenheiten gab es natürlich auch Starkbier. Die obergärigen Normannenbiere gab es als helle und als dunkle altbierähnliche Sorten, sowohl süffig wie herb, wobei sehr starke Biere das höchste Prestige genossen. „Je größer der Herr, desto stärker sein Bier", galt aus Faustregel der nordgermanischen Seefahrer.
Wenn sich die Gelegenheit ergab, war der Bierkonsum der Wikinger maßlos. Der Höhepunkt eines typischen Normannenfestes scheint der allgemeine Vollrausch gewesen zu sein, dem auch kultische Bedeutung zukam. Eine Eigenart der Wikinger war es war, das Bier - wie andere alkoholische Getränke - oft erwärmt zu trinken.
Obstweine
Weintrauben von einigermaßen brauchbarer Qualität gediehen in der Heimat der Normannen nicht. Wein war deshalb - anders als in Mitteleuropa - ein Luxusgetränk. Dafür verstand man sich im Norden auf die Kunst der Obstweingewinnung.
Apfelwein, der in etwa dem moussierendem Cidre entsprach, und Johannisbeerwein (im Schwedischen heißt die rote Johannisbeere noch heute „Vinbär"!) waren die gängigsten Obstweine, die oft erhitzt und gewürzt getrunken wurden. Als die Kunst des Destillierens im Norden bekannt wurde, gehörten Obstschnäpse zu den ersten „heimischen Spirituosen".
Met
Met (Mjöd) gilt als „das" Wikingergetränk schlechthin - nicht ganz zu recht, denn Met wurde schon zur Bronzezeit aus vergorenem Honig gewonnen. Er war bei den Kelten sehr beliebt und sogar den alten Griechen („Methys") bekannt.
Darüber, wie oft Met genossen wurde, gibt es unterschiedliche Angaben. Wolfram zu Mondfeld z. B. meint, er sei eher selten gewesen, da lediglich der Honig von Waldbienen zur Verfügung stand. Andere Autoren meinen dagegen, dass schließlich schon der griechische Forschungsreisende Phytheas die Bienenzucht in Nordeuropa bezeugen würde - und warum sollten ihre Nachkommen diese Kunst verlernt haben? Bei den Kelten Mitteleuropas ist eine systematische Imkerei inzwischen nachgewiesen, wann und in welchem Umfang sie sich im Norden verbreitete, ist mir nicht bekannt.
Neuere archäologische Funde legen nahe, dass zumindest wohlhabende Kreise sich öfter mal ein Trickhorn Met leisten konnten - wenngleich seltener, als das Klischee den Wikingern nachsagt. Met wurde meistens warm getrunken.
Wir wissen also im Prinzip nicht viel über die Essgewohnheiten oder was alles auf dem Tisch angeboten wurde. Mit Sicherheit wird diesbezüglich die Archäologie uns noch überraschen.
Kochbücher aus der Wikingerzeit gab es nicht !! (1/2)
Leider gibt es keine Kochbücher aus der Wikingerzeit. Man kann sich also nur an Grabbeiga- ben, religiöse Vorschriften, Gesetze, Lebensbedingungen, sowie Flora und Fauna der damaligen Verhältnisse orientieren, was man für Lebensmittel gegessen haben könnte.
Wir wissen aber durch archäologische Ausgrabungen und Untersuchungen, welche Lebenmittel sich auf dem Tisch befunden haben. Hier ein paar wenige Beispiele aus dem des neunten und zehnten Jahrhunderts, die 1999 von Carolyn Priest-Dorman zusammengestellt wurden:
Jorvík [York], Danelaw [England]
Fleisch - Rotwild, Rindfleisch, Hammelfleisch / Lamm, Ziege, Schweinefleisch
Geflügel - Huhn, Gänse, Ente, goldener Regenpfeifer, grauer Regenpfeifer, Birkhuhn, Holztaube, Kiebitz
Süßwasserfisch - Hecht, Kakerlake, Rudd, Brasse, Barsch
Salzwasserfisch - Hering, Kabeljau, Schellfisch, Flachfisch, ling, Pferdemakrele, roch
Estuarine Fisch - Austern, Herzmuscheln, Muscheln, Blinzeln, Riechen, Aal, Lachs
Milchprodukte - Butter, Milch, Eier
Getreide - Hafer (Avena sativa L.), Weizen, Roggen, Gerste
Hülsenfrüchte - Fava (Vicia faba L.)
Gemüse - Karotten, Pastinaken, Rüben (?), Sellerie, Spinat, Brassicas (Kohl?)
Früchte - Schlehen, Pflaumen, Äpfel, Heidelbeeren, Brombeeren, Himbeeren, Holunderbeeren (Sambuca nigra)
Nüsse - Haselnüsse, Walnüsse
Kräuter / Gewürze / Medikamente - Dill, Koriander, Hopfen, Henbane, Agrimon
Kochhilfsmittel - Leinsamenöl, Hanfsamenöl, Honig
Getränke - Rheinwein
Birka, Schweden
Zutaten in Brot gefunden - Roggen, Weizen, Dinkel, Hafer, Gerste, Emmer Weizen; Leinsamen; Gekeimte Erbse [? = Erbsenkeimblatt], nicht identifizierte Vicia Hülsenfrucht (Mischung aus Gerste und einem der Weizen scheint am häufigsten gewesen zu sein)
Früchte - Sloe (Prunus spinosa); Weißdorn (Crataegus calycina), Pflaume (Prunus insititia)
Nüsse - Haselnuss
Hedeby, Dänemark
Fleisch - Schweinefleisch, Rindfleisch, Hammelfleisch / Ziege
Geflügel - Hühnchen, Ente, Gans
Fisch - Hering
Früchte - Pflaume (Prunus domestica L. ssp institia CK Schneider), Sloe (Prunus spinosa L.), Kirschen, Holunderbeeren, Brombeeren, Himbeeren, Erdbeeren
Oseberg, Norwegen
Fleisch - Rindfleisch
Körner - Hafer, Weizen
Frucht - Crabapple
Nüsse - Haselnüsse, Walnüsse
Kräuter - Brunnenkresse, Kreuzkümmel, Senf, Meerrettich
Jarlshof, Shetlandinseln
Fleisch - Rindfleisch, Lamm / Hammelfleisch, Schweinefleisch, evtl. Wild und Wale
Fisch, Saithe, Kabeljau
Dublin, Irland
Fleisch - Schweinefleisch, Rindfleisch, Hammelfleisch / Lamm, Hase
Geflügel - Hühnchen, Wildgans
Salzwasserfisch - Kabeljau, ling Mündungen, Austern, Jakobsmuscheln
Getreide - Weizen, Hafer, Gerste, Roggen, Chenopodium Album, Polygonum spp.
Hülsenfrüchte - Fava (Vicia faba L.), Erbsen
Gemüse - wilde Sellerie, wilde Karotte (Daucus carota), Kohl, Rüben, Radieschen
Früchte - Kirschen, Schlehen, Brombeeren, Weißdorn, Äpfel, Hagebutten, Holunderbeeren, Vogelbeeren, Erdbeeren, Vaccinium myrtillus
Nüsse - Haselnüsse
Kräuter / Gewürze / Medikamente - Mohn, schwarzer Senf, Fenchel
Kochhilfen - Rapsöl (Brassica campestris)
Diesen nicht ganz ernstzunehmenden Text fand sich einmal im Internet; leider ist mir die Quelle nicht mehr bekannt:
Wie bei allen Naturvölkern war auch bei den Wikingern das Beschaffen von Nahrung ganz wichtig. Es gab wenig Ackerland, und es war auch nicht viel, was man da ernten konnte. Die Winter waren lang und hart, Frühling und Sommer, wo die Pflanzen wuchsen, waren sehr kurz. Deshalb konnten die Bauern auf den Feldern nur wenig Nahrung ernten.
Jäger und Fischer mußten außerdem für das Essen sorgen. Fleisch gab es, wenn man einen Ochsen oder einen Hammel zum Schlachten hatte, Fische aus Flüssen und Seen oder vom Meer brachten die Fischer nach Hause, und Jäger setzten sich auf die Spur von Rentieren oder Schneehasen.
Als Gemüse pflanzten die Wikinger Kohl, Erbsen und Bohnen, Knoblauch wuchs wild, ihn mußten sie sammeln. Wenn die Wikinger kein Korn hatten, nahmen sie Erbsenmehl zum Brotbacken. Salz bekamen die Wikinger, indem sie Meerwasser abkochten.
Die Nahrungsmittel wurden mit Salz und Gewürzen konserviert. Pfeffer und andere exotische Gewürze wurden aus Asien importiert. Es gab aber auch heimische Gewürze wie Lauch, Wacholderbeeren, Kümmel und Senf.
Das Lieblingsgemüse der Wikinger war die Zwiebel. Sie schätzten sie nicht nur wegen ihrer Würze, sondern schrieben ihr auch heilende und stärkende Kraft zu. Wo es möglich war, bauten sie auch Erbsen und Kresse an.
Für den Winter bestimmte Nahrungsmittel wurden in Fässern oder Bottichen eingepökelt. Die Wikingerinnen wußten aber, daß ihre Männer nicht den ganzen Winter über nur gesalzenes Essen haben wollten; darum verwendeten sie für einen Teil der Lebensmittel als Pökelflüssigkeit die Molke, die beim Käsen anfällt. Um die winterliche Speisekarte noch abwechslungsreicher zu machen, wurden Fleisch und Fisch teilweise auch gedörrt oder geräuchert.
Zu den Aufgaben der Frauen gehörte auch das Kochen; einen großen Teil ihrer Zeit verbrachten sie am Herdfeuer. Sie kochten in großen Kesseln Eintopfgerichte, Fleisch wurde auch auf heißen Steinen geschmort oder am Spieß geröstet. Sie mahlten das Getreide in steinernen Handmühlen und backten daraus Brot und Zwieback, aus Kuh- und Ziegenmilch machten sie Butter und Käse, aus gemälzter Gerste und Hopfen brauten sie Bier. Met, eine Art Honigwein, wurde gern zu den Mahlzeiten getrunken. Er wurde immer in großen Mengen angeboten.
Den ganzen Tag lang brannte im Haus das Feuer zum Kochen oder Wärmen. Der Rauch konnte durch das Loch im Dach nicht vollständig abziehen, so daß es im Haus immer rauchig war. Reiche Leute bauten sich daher in einem Seitenraum einen Backofen, der durch heiße Steine beheizt wurde. Mit der Dunkelheit hörte die Arbeit auf dem Feld oder in der Werkstatt auf. Die Familie versammelte sich für die Hauptmahlzeit des Tages um das offene Feuer.
Arme und reiche Leute aßen unterschiedliche Speisen und benutzten unterschiedliches Geschirr. Die armen Leute tranken z. B. Bier (aus Gerstenmalz und Hopfen) aus einfachen Holzbechern, die Reichen aus Trinkhörnern mit verziertem Metallrand. Sie konnten es sich auch leisten, Wein in Fässern aus dem Rheinland einzuführen.
Gewöhnlich aßen die Wikinger zweimal am Tag: Das Mittagessen nach der ersten Arbeit auf den Feldern, das Nachtessen nach Sonnenuntergang.
Beim Essen stand ein Bocktisch mitten im Raum, umgeben von Holzbänken. Hier saß die ganze Familie, und nachts schlief man darauf. Jeder hatte zum Essen sein rechteckiges Holzbrett oder seine Eßschale aus Speckstein. Messer und Löffel trug der Wikinger immer am Gürtel bei sich.
Zum Trinken hatten die Wikinger Trinkhörner und Tassen. Die Hörner konnte man nicht auf den Tisch stellen, denn sie hatten keinen flachen Boden. Man mußte sie rund um den Tisch von Hand zu Hand weitergeben, bis sie leer waren; dann konnte man sie hinlegen. Ein Mann, der ein Trinkhorn in einem Zug leeren konnte, wurde von allen bewundert. Das Getränk war gewöhnlich Met, ein süßes Bier aus vergorenem Honig.“
... weiter geht es im 2. Teil :-)
Rezeptsammlung für Vögel
Mein Anfang einer Rezeptsammlung für Vögel, die aber lange noch nicht fertig ist:
Viel Spass !
Met (Met in 18 Monaten)
Gerätschaften:
- Einkochthermometer
- 10 l Glasballon
- Gärröhrchen
- Schlauch
Zutaten:
- 6 Liter Wasser
- 3 kg Honig
- 60 g Milchsäure (80%)
- 6 Tabletten Hefesalz
- 1 Kultur Reinzuchthefe
- 1 g Kaliumpyrosulfit
Zubereitung:
6 Liter Wasser aufkochen, auf 50 Grad Celsius abkühlen lassen. 3 Kg Honig auf 40 bis max. 50 Grad, niemals mehr, erwärmen (wird sehr dünnflüssig). Mit dem abgekühlten Wasser mischen, bis sich alles aufgelöst hat.
Dann 60 ml Milchsäure 80% unterrühren und 6 Tabletten Hefenährsalz zerstoßen, mit 20g Mehl mischen und ebenfalls auflösen.
Alles auf höchstens 25 Grad abkühlen lassen und 1 Kultur Reinzuchthefe (Südweinrasse: Portwein oder Samos, evtl. Champagner) gut durchschütteln und dazugeben.
Diese Mischung in einen 10L Glasballon geben, mit Gärröhrchen verschließen und bei ca. 20 Grad vergären lassen. Das wird sehr lange dauern, bis zu 12 Monaten. Das liegt daran, das die Mischung zu süß ist und die Hefe dadurch gehemmt wird. Außerdem fehlen dem Honigwasser fast jegliche Schwebstoffe, die die Hefe zum guten Wachstum und zur Gärung braucht. Das wird in gewissem Masse durch das Mehl ausgeglichen, aber es ist nicht immer ausreichend.
Nach der Gärung (es blubbert nicht mehr im Gärröhrchen) möglichst kühl stellen. Dann wird sich der Met in ein paar Wochen langsam klären und völlig durchsichtig. Dann mit einem Schlauch von der Hefe abziehen und mit 1g Kaliumpyrosulfit schwefeln. Das ist nicht unbedingt notwendig, sollte aber gemacht werden, damit Sauerstoff nicht zu geschmacklichen Veränderung führt.
Nach spätestens 3 Monaten noch mal von der Resthefe abziehen und wieder ruhig stehen lassen. Der Met wird am Anfang ganz sicher zu süß, zu sauer oder einfach nicht gut schmecken. Ist er zu sauer, kann mit etwas Honig nachgesüßt werden, meist mit 20-30g pro Liter, auf keinem Fall mehr! Ist er zu süß, ist er nicht vollständig vergoren. In diesem Fall kann man nochmals etwas Mehl und Hefe zugeben und hoffen, daß die Gärung wieder einsetzt. Das dauert aber einige Tage. Ist der Geschmack nicht ausgewogen (zuviel Süße, kaum Säure) kann vorsichtig noch etwas Milchsäure (max. 2 ml pro Liter) zugegeben werden. Der Met muß jetzt aber noch ausreifen. Das kann, je nach Vergärung, Honig und anderen Einflüssen sehr lange dauern. Mein letzter Met ist jetzt gut 18 Monate alt und fängt langsam an, richtig gut zu schmecken.
Quelle: http://www.hattorf-online.de/reze_met.htm
Met (Rezept 5 - Met in 2-4 Monaten)
Zutaten:
- 3 kg Bienenhonig
- l Apfel- oder Traubensaft (1)
- 7 l Wasser
- 4 g Hefenährsalz
- 40 g Milchsäure 80%
- 10 g Mehl
- 1 Reinzuchthefe; Südweinrasse (Portwein, Samos, Malaga, Sherry oder ähnlich)
Zubereitung:
Damit der Honig sich besser mit dem Wasser vermischt, soll sowohl der Honig (im Wasserbad) als auch das Wasser auf etwa 50 Grad C erwärmt werden. Bei dieser Temperatur wird die Vermischung vorgenommen.
Nach der Abkühlung auf 25 - 20 Grad C gibt man die im Rezept angegebene Milchsäure, das Hefenährsalz, die Reinzuchthefe und das Weizenmehl dazu. Da Honig keine natürlichen Trübstoffe enthält, die gärfördernd wirken, muß, ersatzweise ein feingeriebener Apfel oder etwas Weizenmehl (geschmacklos) hinzugefügt werden, daß sich nach der Gärung zusammen mit den Hefezellen absetzt. Ein Zusatz von dem frischen oder pasteurisierten Apfel- oder Traubensaft fördert die Gärung, wie Versuche im Labor und in der Praxis ergeben haben. Es ist sinnvoll, wenn man in diesem Saft etwa 3-4 Tage vor dem Ansetzen des Weines eine Kultur Reinzuchthefe vermehrt, wobei diese Flasche mit einem Wattebausch verschlossen wird.
Zur Geschmacksabrundung, Verfeinerung oder um einen neuen Typ zu schaffen, können entweder vor, besser aber nach der Gärung, Gewürze (Nelken, Ingwer, Muskatnuss, Kalmus, Zimt, Hopfen u. ä.) oder Kräuter und Kräuterauszüge zugesetzt werden. Hier kann man
experimentieren, wobei es ratsam ist, dies erst mit 1 Liter Wein zu versuchen und nur kleine Mengen an würzenden Aromen zu verwenden.
Das Gärgefäß wird nur gärvoll (mindestens 10% Steigraum belassen) befüllt, mit einem Gäraufsatz verschlossen und bei gleichbleibender Zimmertemperatur vergoren. Gegen Ende der Gärung täglich einmal schütteln. Nach vollständigen Gärende kühl stellen, bald von der Hefe abziehen und mit dem Kaliumpyrosulfit schwefeln.
Sollte nach 2-4 Monaten keine Selbstklärung eintreten, kann mit dem Schönungsmittel Kieselsol -je nach Stärke der Trübung setzt man auf 10 Liter Wein 10-40 Milliliter zu und rührt gleichmässig ein- eine vollkommene Klärung erreicht werden. Falls der Wein zu herb ist, kann mit Honig (20-50 Gramm/Liter) nachgesüßt werden. Dann in Flaschen abfüllen.
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Met (Rezept 5 - Met in 2-4 Monaten)
Zutaten:
- 3 kg Bienenhonig
- l Apfel- oder Traubensaft (1)
- 7 l Wasser
- 4 g Hefenährsalz
- 40 g Milchsäure 80%
- 10 g Mehl
- 1 Reinzuchthefe; Südweinrasse (Portwein, Samos, Malaga, Sherry oder ähnlich)
Zubereitung:
Damit der Honig sich besser mit dem Wasser vermischt, soll sowohl der Honig (im Wasserbad) als auch das Wasser auf etwa 50 Grad C erwärmt werden. Bei dieser Temperatur wird die Vermischung vorgenommen.
Nach der Abkühlung auf 25 - 20 Grad C gibt man die im Rezept angegebene Milchsäure, das Hefenährsalz, die Reinzuchthefe und das Weizenmehl dazu. Da Honig keine natürlichen Trübstoffe enthält, die gärfördernd wirken, muß, ersatzweise ein feingeriebener Apfel oder etwas Weizenmehl (geschmacklos) hinzugefügt werden, daß sich nach der Gärung zusammen mit den Hefezellen absetzt. Ein Zusatz von dem frischen oder pasteurisierten Apfel- oder Traubensaft fördert die Gärung, wie Versuche im Labor und in der Praxis ergeben haben. Es ist sinnvoll, wenn man in diesem Saft etwa 3-4 Tage vor dem Ansetzen des Weines eine Kultur Reinzuchthefe vermehrt, wobei diese Flasche mit einem Wattebausch verschlossen wird.
Zur Geschmacksabrundung, Verfeinerung oder um einen neuen Typ zu schaffen, können entweder vor, besser aber nach der Gärung, Gewürze (Nelken, Ingwer, Muskatnuss, Kalmus, Zimt, Hopfen u. ä.) oder Kräuter und Kräuterauszüge zugesetzt werden. Hier kann man
experimentieren, wobei es ratsam ist, dies erst mit 1 Liter Wein zu versuchen und nur kleine Mengen an würzenden Aromen zu verwenden.
Das Gärgefäß wird nur gärvoll (mindestens 10% Steigraum belassen) befüllt, mit einem Gäraufsatz verschlossen und bei gleichbleibender Zimmertemperatur vergoren. Gegen Ende der Gärung täglich einmal schütteln. Nach vollständigen Gärende kühl stellen, bald von der Hefe abziehen und mit dem Kaliumpyrosulfit schwefeln.
Sollte nach 2-4 Monaten keine Selbstklärung eintreten, kann mit dem Schönungsmittel Kieselsol -je nach Stärke der Trübung setzt man auf 10 Liter Wein 10-40 Milliliter zu und rührt gleichmässig ein- eine vollkommene Klärung erreicht werden. Falls der Wein zu herb ist, kann mit Honig (20-50 Gramm/Liter) nachgesüßt werden. Dann in Flaschen abfüllen.
Feuer entzünden mit Feuerstein
Allgemeines
Zum mittelalterlichem Lagerleben gehört auch, daß man Feuer mit den damaligen Techniken entzündet. Das ist ein Schauspiel, daß nicht nur von Touristen bestaunt wird, sondern es dürfte auch spannend sein, diese Techniken zu erlernen. Wissen sich anzueignen ist immer lobenswert !
Im Mittelalter benutzte man in der Regel, des „Feuer schlagens“. Dies geht schneller als die bereits in der Steinzeit bekannten Methoden (2 Steine aneinander schlagen bzw. 2 Hölzer gegeneinander reiben).
So funktioniert das „Feuer schlagen“:
Man benötigt dazu:
- 1 Schlageisen
- etwas Zunder
- Alternativen:
- a) Grasrohrkolbensamen
- b) getrocknete Brennesselstengel)
- einen Feuerstein
- etwas Stroh
- ein paar Holzspähne
- kleine und große Holzstücke
Zunderherstellung:
Als Zunder benutzte man früher einen Baumpilz, den man trocknete und dann als Zunder nutzen konnte. Zunder steht unter Naturschutz.
Daher muß man Zunder anders herstellen, was übrigens einfacher geht, als mit dem Baumpilz, nämlich mit Baumwolle !
Wenn man Baumwolle als Zunder brauchen möchte benötigt man mehrere Stücke Baumwollstoff (z.Bsp.: Jeansstoff) in der Größe von etwa 3x3cm und eine Blechdose, die ein Loch im Deckel hat, wo man ein Stöckchen oder Holzspann hineinstecken kann um es zu verschließen. Zuerst legt man die 3x3cm großen Stofffetzen in die Blechdose. Dann verschließt man die Dose und legt sie in ein Feuer (das eigene kann es ja noch nicht sein). Nach kurzer Zeit steigt aus Loch Rauch auf. Wenn dann nach einiger Zeit die Dose aufhört zu Rauchen, muß das Loch im Deckel mit einen Holzspann verschlossen und aus dem Feuer herausgenommen werden (Vorsicht! Heiß!!). Nachdem die Dose abgekühlt ist, kann sie geöffnet werden und der Zunder (die Baumwollfetzen sind nicht verbrannt, sondern nur verkohlt) ist fertig. (Wenn der Zunder nicht genutzt wird, wäre es besser, wenn er trocken gelagert wird, denn wer er feucht wird, ist er unbrauchbar!)
Technik des Feuerschlagens:
Um den Zunder anzuzünden, legt man den ihn auf den Feuerstein möglichst nah an der Schlagkante. Dann schlagt man mit dem Feuerstahl an der Kante vom Feuerstein vorbei, wobei sie berührt werden soll. Beim vorbeischlagen an der Kante entstehen Funken und wenn dann ein Funke auf den Zunder fällt fängt dieser dann an zu glühen (das vorbeischlagen muß eventuell mehrfach gemacht werden, da nicht jeder Funke den Zunder anzündet!). Sollte der Zunder endlich glühen nimmt man ihn vorsichtig vom Feuerstein runter und legt ihn in die Mitte des Strohs, welches man anschließend aufnehmen sollte. Nachdem man dann das Stroh mit dem Zunder in der Mitte in der Hand hat, muß man vorsichtig hinein pusten, wobei sich das Stroh recht zügig entzündet (nicht erschrecken!). Sollte das Stroh dann brennen legt man es in die dünnen und trockenen Äste, so daß sie sich auch entzünden. Nach und nach kann man dann weiter und auch größere Äste nachlegen, die sich im günstigen Fall ebenfalls entzünden.
Den Kindern sei jedoch gesagt: Bitte niemals ohne Aufsichtsperson Feuer machen. Sonst geht‘s Euch wie dem Paulinchen bei Wilhelm Busch ! Wer die Geschichte nicht kennt -> Bitte nachlesen.
Wortkunde & Sprichworte
- Sprichwort: „Das brennt wie Zunder“
- Zunder ist ein Pilz, der im getrocknetem Zustand schnell entflammbar ist. Zunder war der Schnellanzünder im Mittelalter.
Kleine Wortkunde:
- Feuerzeug:
- Das ist alles, was man benötigt, um Feuer zu machen. Beispiel: Schlageisen, Feuerstein und Zunder
- Handwerkszeug:
- Alles Zeug, was notwendig ist, um sein Handwerk ausüben zu können.
Met (Rezept 3 - Met in 10 Tagen mit Bierhefe)
Gerätschaften:
- Gärrohr
- Große Flasche
Zutaten:
- 1 Päckchen Bierhefe
- 5 Liter Wasser
- 2 kg Honig
- Anispulver
- Nelkenpulver
- Ingwerpulver
Zubereitung:
- Wasser und Honig werden aufgekocht und mit den Gewürzen abgeschmeckt. Die Bierhefe wird mit einer halben Tasse dieses Gemischs verrührt und 10 Stunden abgedeckt stehengelassen.
- Wichtig: Die Temperatur darf nicht über 30 Grad sein. Probe: Finger rein, wenn man keine Temperaturdifferenz merkt, ist es ok.
- Danach kommt die angesetzte Bierhefe in das inzwischen abgekühlte Wasser-Honig Gemisch und wird mit dem Gärrohr verschlossen.
- Nach ca. 2 Tagen beginnt die Gärung, die bis zu 10 Tagen dauern kann. Wenn sich im Gärrohr keine Blasen mehr bilden, ist er fertig.
Skype
Was ist Skype ?
internetbasierter Instant-Messaging-Dienst. Er wurde 2003 eingeführt und ist seit 2011 im Besitz von Microsoft. Der Dienst bietet Bildtelefonie, Videokonferenzen, IP-Telefonie, Instant-Messaging, Dateiübertragung und Screen-Sharing. Er kann mit einem speziellen Anwendungsprogramm oder mit einem Browser über die Website von Skype genutzt werden.
Wo finde ich Skype ?
Wo finde ich Euch ?
Bitte schickt mir eine Anfrage via Email. Danke.
Chatten mit Discord
Was ist Discord ?
Discordapp) ist ein Onlinedienst für Instant Messaging, Chat, Sprachkonferenzen und Videokonferenzen.
Die Anwendung Discord wurde für die parallele Nutzung während des Spielens von Computerspielen entwickelt. Discord enthält nahezu alle Funktionen, die auch Skype oder TeamSpeak zur Verfügung stellen. Beispielsweise ist es möglich, kostenlose öffentliche „Server“ mit Sprach- und Text-Kanälen zu erstellen.
Wo findet man Discord ?
Hier: https://discord.com/
Unser "Server"
Met (nach Salcia Landmann)
Zutaten
1 l Honig
4 l Wasser
10 g Hopfen, getrocknet
1 Zitrone, gescheibelt,mitSchale
brauner Zucker zum Färben
Zubereitung:
Alles zusammen aufkochen, Hopfen und Zitronenscheiben in ein Mulltüchlein,
das man leicht herausfischen kann. Gut umrühren und in einen oder mehrere
Krüge bis ca. 3/4 der Höhe füllen. Wegen der Gärung leicht überdecken. Bei
Zimmertemperatur mind. 3 Wochen stehen lassen. Spätestens nach einem Monat
kann man den Met in Flaschen füllen, leicht verkorken, wegen Nachgärung.
QUELLE:
Alles hausgemacht
Eva und Ulrich Klever
GU ISBN 3-7742-3261
Met (Rezept 2 - Met in 10 Tagen mit Reinzuchthefe)
Gerätschaften:
1 Ballonflasche mit 10 Liter Inhalt
1 Gärrohr mit Verschlußkorken
ausgespülte Flaschen
sterilisierte Korken
Zutaten:
4000 g Honig (egal welcher)
5 Liter Wasser
zerstoßene Nelken
Ingwerpulver
Anispulver
400 g Reinzuchthefe
Zubereitung:
Den Honig mit dem Wasser in einem Topf gut vermischen und zusammen unter öfterem Umrühren
aufkochen. Dabei mit Nelkenpulver, Ingwerpulver und Anis leicht würzen. Den entstehenden Schaum
mit einer Schaumkelle sauber entfernen und die Flüssigkeit abkühlen lassen. Dann nochmals mit
Küchenkrepp die Schaumreste entfernen.kleinen Teil der Flüssigkeit abnehmen, solange sie noch lauwarm ist, die Hefe darin auflösen und
in das Honigwasser rühren.Die abgekühlte Flüssigkeit in den Ballon füllen, mit dem Gärrohr verschließen und ruhig aufbewahren,
damit der Gärvorgang vonstatten gehen kann. Nach 2-3 Tagen bilden sich Blasen im Gärrohr. Das ist
das Zeichen dafür, daß der Gärvorgang stattfindet. Dieser dauert je nach Menge 8-12 Tage. Er ist
vorüber, wenn sich keine Blasen mehr im Gärrohr bilden.Dann wird der Met auf Flaschen gezogen und mit einem sauberen Korken verschlos- sen. Den Met kühl
gestellt im Keller wie Wein lagern. Je älter er wird, desto besser ist er natürlich
Bärenfang
Zutaten:
350g Honig (Blütenhonig, Akazienhonig)
400ml Wasser
250ml reiner Alkohol nicht vergällt (Weingeist)
2 Zimtstangen
¼ Schale einer unbehandelte Zitrone
1 leere Glasflasche (1 l - Flasche mit Verschluss)
Zubereitung:
Wasser erwärmen und den Honig dazugeben, solange umrühren bis sich der Honig vollständig aufgelöst hat, den Weingeist jetzt hinzufügen und alles in einer Glasflasche abfüllen.
Nun wird die Zimtstange und die sehr dünn geschälte Schale der Zitrone hinzugefügt.
Die Flasche nun verkorken und kräftig schütteln.
Bei Zimmertemperatur das Ganze reifen lassen
Wichtig: 1x pro Tag kräftig schütteln.
Nach ca.7 Tagen ist der Bärenfang Trinkbereit. Zitronenschale und Zimtstange vorher entfernen.
Met (Arndt Nellen)
Und ich will auvch noch ein Honigwein zum besten geben - stoppt den Ansatz
vorher ab und ihr erhaltet Met:
Pro 10l Ansatz braucht ihr
3 kg guten Honig
4g Nährsalz
1 Reinzucht Hefe (am besten Portwein, die hält am längsten durch )
1 Flasche trockenen Weißwein (am besten Riesling)
1 Apfel
Zubereitung:
Die Hefe in dem Weißwein vorvermehren (etwa 1 Woche)
Den Honig und das Nährsalz in warmem Wasser lösen und das RESULTIERENDE
Volumen notieren.
Mit kaltem Wasser auf 10l auffüllen.
Wenn der Ansatz handwarm ist die Hefe zugeben, Gummikappe drauf, Blubberer
in die Gummikappe und regelmäßig umschwenken.
Wenn keine Blasen mehr aufsteigen, nicht mehr umschwenken und den Honigwein
am besten in Mineralwasserflaschen, aus denen nicht mit dem mund getrunken
wurde!, abhebern.
Achso, der Apfel! Den möglichst fein gerieben noch in den Ballon geben. Die
Schwebstoffe des Apfels beschleunigen die Gärung und der Apfelgeschmack
rundet den Wein ab!














